Festveranstaltung 1250 Jahre Schlierbach plus 1

Schlierbach konnte im letzten Jahr auf seine 1250-jährige Geschichte zurückblicken. Das besondere Jubiläum sollte mit vielen Veranstaltungen über das ganze Jahr gefeiert werden. Doch dann kam Corona und fast alle Veranstaltungen mussten abgesagt werden.

Am letzten Samstag war es dann so weit. Endlich konnte, in der Ortsmitte am ehemaligen Rathaus in Schlierbach, eine Festveranstaltung im Rahmen von „1250 Jahre Schlierbach“ über die Bühne gehen. Aber auch bei dieser Veranstaltung mussten die Organisatoren bis zum Schluss die Luft anhalten, denn die Wettervorhersagen änderten sich stündlich. Mal war Regen angesagt, dann wieder nicht. Verschiedene Wetter-App's wurden ständig kontaktiert. Offensichtlich haben die Schlierbacher aber einen guten Draht zum Wettergott. Es war zwar etwas kühl, aber während der gesamten Veranstaltungen blieb man von
Regenschauern verschont. Und so waren die zahlreichen Gäste bester Stimmung und erfreut, dass trotz Corona wieder einmal eine Veranstaltung stattfinden konnte. Die Hygienemaßnahmen wegen Corona hatte man dabei bestens im Griff. Erst am Sonntag, als schon mit dem Abbau begonnen wurde, öffnete der Himmel seine Schleusen und mit Blitz und Donner wurde das Festwochenende verabschiedet.

Im „offiziellen Teil“ der Veranstaltung würdigten Landrat Klaus Peter Schellhaas, Bürgermeister Daniel Rauschenberger und Ortsvorsteher Reinhard Selzer in einer lockeren und kurzweiligen Gesprächsrunde das besondere Jubiläum. Landrat Klaus Peter Schellhaas hob dabei besonders die Jubiläumsschrift hervor. In der gelungenen Publikation ist die Schlierbach Geschichte interessant und facettenreich aufbereitet. Bürgermeister Daniel Rauschenberger betonte besonders den Zusammenhalt der Schlierbacher Bürgerinnen und Bürger. Das konnte Ortsvorsteher Reinhard Selzer nur bestätigen und betonte dabei die wichtige Funktion der Vereine. Moderiert wurde die Gesprächsrunde von Frank Ludwig Diehl, der auch einige interessante Hinweise zum Kloster Lorsch, zum Leben der Leibeigenen und der damit verbundenen Ersterwähnung von Schlierbach gab. Zum Programm gehörten aber auch kleine Schlierbacher Anekdoten aus vergangenen Zeiten und die Verlesung der Urkunde „Ersterwähnung von Schlierbach“ aus dem Lorscher Codex. Die Texte wurden von Carolin Wöber, Lia Sehnert und Tim Riemenschneider gekonnt vorgetragen. Auf der Bühne wurde dann noch eine Gedenktafel aus Sandstein feierlich enthüllt. Die Tafel wird am ehemaligen Schlierbacher Rathaus in der Ortsmitte angebracht und soll kommende Generationen an das besondere Jubiläum erinnern.

Im Anschluss waren die Besucher zu einem gemütlichen Beisammensein mit Unterhaltungsmusik von „Atze & Friends“ eingeladen. Bei diesem „Programmteil“ zeigten die Schlierbacherinnen und Schlierbacher einmal mehr, dass sie es verstehen, ausgelassen zu feiern. Am Sonntag wurde die Festveranstaltung ab 10:00 Uhr mit einem „Babbelfrühstück“ unter dem Kastanienbaum am Rathaus fortgesetzt. Tische und Bänke waren vorhanden, das Frühstück als Selbstverpflegung brachte jeder selbst mit. So entstand eine lange, bunte Tafel gedeckt mit Tischdecken, Blumen, selbstgemachten Marmeladen, Kuchen, frischen Bäckerbrötchen und vielem mehr.

Nach gemütlichen Stunden mit viel „Gebabbel“ ging auch der zweite Festtag zu Ende. Beide Veranstaltungen waren sehr gut besucht.

Nachdem die beliebte und weit über die Grenzen von Schlierbach bekannte Schlierbacher Kerb auch in diesem Jahr wegen Corona ausfallen musste, hatten die Organisatoren den Termin für die Festveranstaltung bewusst auf das „Kerbwochenende“ gelegt. Die Schlierbacher Vereinsgemeinschaft, die auch regelmäßig die Kerbveranstaltung ausrichtet, konnte so den Dienst organisieren und im Gegenzug von den Verkaufserlösen profitieren. Die vielen Helfer haben einmal mehr bewiesen, dass die Vereinsgemeinschaft in Schlierbach, wenn es darum geht anzupacken, zusammenhält und funktioniert.